Sport aus der Region Regensburg 19.02.2012, 21:01 Uhr

EVR: Aufholjagd kommt zu spät

Regensburgs Oberligist verliert beim EHC Klostersee mit 5:6 und hofft nun, wenigstens Platz sieben noch zu ergattern.

Von Dieter Krelle, MZ

Grafing. Erst viel zu spät wurde der EV Regensburg mit dem Druck fertig, im drittletzten Vorrundenspiel der Eishockey-Oberliga Süd die Weichen noch in Richtung Platz sechs zu stellen. Tabellennachbar EHC Klostersee musste nach 6:2-Führung zwar noch bangen, als Kapitän Martin Ancicka und der schon im neunten Spiel in Serie treffende Thomas Daffner zur späten Aufholjagd bliesen. Die Grafinger gingen nach Zittern in der Schlussphase zwar als verdienter, aber doch glücklicher 6:5 (2:1, 2:1, 2:3)-Sieger vom Eis. Fünf Punkte beträgt jetzt ihr Vorsprung auf den EVR, der schon Massel benötigt, um in den Spielen in Erding (Aschermittwoch) und gegen Klostersee (Freitag) wenigstens noch Rang sieben zu ergattern.

Beide Mannschaften konnten nicht in Bestbesetzung antreten, wobei die Klosterseer weniger Ausfälle zu verkraften hatten als der EVR, der von den Straubinger Förderlizenzspielern lediglich Maximilian Forster einsetzen konnte.

Nach nervösem Beginn fanden die Grafinger zuerst ins Spiel. Mario Jann, Münchner Förderlizenzspieler, brach mit seinem 1:0 (8:21) den Bann und Patrick White rückte nur 27 Sekunden später mit einem Hammer gegen den unglücklich postierten Jonas Leserer die optimistischen Erwartungen der Gäste zurecht.

Auch wenn der unermüdliche Thomas Daffner einen der EHC-Abwehrfehler zum 21. Saisontor (16:09) nutzte, war die Hoffnung der Regensburger nur kurz. Denn ihre erheblichen Defizite im Abwehrverhalten kamen den Schützlingen von Doug Irvin entgegen, die mit einem Blitzstart in Drittel zwei durch White (22:51) die Weichen auf Sieg stellten. Bezeichnenderweise gelang Youngster Bastian Rosenkranz (35:06) sein erster Saisontreffer zum 4:1, ehe wenigstens Daniel Huber mit dem 4:2 (35:31) ein Zeichen des Aufbäumens setzte.

Mehr aber gelang gegen den sicheren Torhüter Martin Morczinietz nicht mehr. Dafür durfte zu Beginn des Schlussdrittels der 16-jährige Max Vollmayer sein erstes Oberliga-Tor bejubeln, das Ryan Guentzel (42:59) erneut nur 27 Sekunden später mit dem 6:2 veredelte. Erst zehn Minuten später kam das späte Aufbäumen des EVR, beflügelt durch den Hammer von Thomas Daffner (52:55) in doppelter Überzahl.

Erst jetzt rief der Gast sein Potenzial ab, doch reichte es nur noch zum Powerplaytor von Mario Dörfler (57:00) und zum Anschlusstreffer durch Ancicka, nachdem Trainer Günter Eisenhut einen sechsten Feldspieler gebracht hatte. Obwohl Leserer auch in den letzten 55 Sekunden vom Eis genommen wurde, gelang der Ausgleich nicht mehr.

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