Auf der Suche nach der Leichtigkeit
Jahn Regensburg will in Bielefeld nach zwei Niederlagen die Starteindrücke korrigieren. Arminen-Coach verspricht Auftritt als Hobby-DJ.
Thomas Kurz (vorne) hat gute Karten, in Bielefeld zum Zug zu kommen. Foto: Eibner
REGENSBURG.
Seit knapp vier Wochen und zwei Spielen im neuen Jahr wartet der SSV Jahn – auf den einen Moment. „Wir wollen gewinnen“, sagt Trainer Markus Weinzierl vor der Auswärtspartie bei Arminia Bielefeld (Samstag, 14 Uhr). „Mit einem Sieg wären wir wieder in der Spur.“ Das letzte Glücksgefühl dieser Art (3:2 gegen Werder Bremen II) ist beim Regensburger Fußball-Drittligisten über zwei Monate und vier Begegnungen her.
Nun also ein neuer Versuch. Weinzierl warnt allerdings vor dem Gegner: „Wir müssen auf der Hut sein.“ In der Tat. Das zweite Aufeinandertreffen der laufenden Saison mit dem Tabellen-14. steht unter anderen Vorzeichen als das Hinspiel. Damals waren in Regensburg verunsicherte Bielefelder zu Gast, die ein schmeichelhaftes 2:2 ergatterten und davor und danach auf dem vorletzten Platz standen, während der Jahn auf Rang eins thronte. Nun, ein halbes Jahr später, ist niemand mehr bei der Arminia verunsichert, vor allem nicht der neue Trainer Stefan Krämer. Er hat die Wende geschafft, die Mannschaft von den Abstiegsplätzen weggeführt – und vor der Partie gegen den SSV Jahn ein Versprechen gegeben: „Falls wir gewinnen, aber nur dann, lege ich am Faschingssonntag in der Disko eine Stunde lang Platten auf“, sagte er in einem Interview.
Dem Hobby-DJ den Auftritt zu vermasseln, steht nur nebenbei auf der Jahn-Agenda. Motivation und Herausforderung für die Regensburger ist, den 3. Tabellenrang zu verteidigen. „Wir müssen abrufen, was wir können, und an unsere guten Leistungen in der Vorrunde anknüpfen“, betont Weinzierl. Jeder Spieler sei gefordert, jeder Einzelne sei wichtig. Weil Fußball auch eine Kopfsache ist, hat Weinzierl sich daran gemacht, seinen Spielern in Erinnerung zu rufen, dass bei den zwei Niederlagen zuletzt nicht alles schlecht gewesen sei. „Wir haben Selbstvertrauen genug“, sagt der Coach und hofft auf ein Erfolgserlebnis, das die verloren gegangene Leichtigkeit zurückbringen soll.


