Sport aus der Region Cham 21.02.2012, 19:57 Uhr

Silber für Schindler bei internationalem Debüt

Die Radrennfahrerin fuhr bei der Weltmeisterschaft ganz knapp an den Goldmedaillen vorbei.


        Denise Schindler war bei der WM vorne dabei, ihr Ziel ist nun Gold bei den Paralympics.

Denise Schindler war bei der WM vorne dabei, ihr Ziel ist nun Gold bei den Paralympics.

BAD Kötzting/Los Angeles. Gleich am ersten Tag der Para-Cycling-Weltmeisterschaft am 10. Februar eröffneten die deutschen Frauen die Jagd auf Medaillen im 500-Meter-Zeitfahren. Denise Schindler belegte dabei in ihrer Klasse C3 den zweiten Platz und verpasste um eine Sekunde die Goldmedaille. Technische Fehler kosteten der deutschen Fahrerin wertvolle Zeit, die in der sehr kurzen Disziplin nicht zu korrigieren waren.

Weltmeisterin wurde die Australierin Simone Kennedy mit einer Zeit von 44,747 Sekunden. Yvonne Marzinke fuhr über 500 Meter in der C2-Klasse eine persönliche Bestzeit von 47,812 Sekunden und wurde Siebte. In der C5 konnte Kerstin Brachtendorf nach einem Startfehler noch den siebten Platz erfahren.

Am dritten Tag hoffte Denise Schindler darauf, ihre Qualitäten in der Verfolgung ausspielen zu können. Im großen Finale auf 3000 Meter führte Schindler nach einem guten Start mit knappem Vorsprung und konnte diesen die ersten vier Runden konstant halten. Nach einem Einbruch verlor die deutsche Athletin eineinhalb Sekunden, welche sie der starken Australierin Kennedy nicht mehr abnehmen konnte. Nach einem Kopf-an Kopf-Rennen verlor Schindler mit 2,3 Sekunden Abstand und belegte den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Schindler, die sich bei der Para-Cycling-WM in Los Angeles das erste Mal auf der Bahn mit der internationalen Konkurrenz messen konnte, betrachte diese Ergebnisse als leichten Rückschlag. „Obwohl ich Neuling auf der Bahn bin, hätte ich gerne Gold in der Verfolgung geholt. Leider blieb ich hinter meinen Möglichkeiten und konnte meine persönliche Bestzeit nicht erreichen, die mir hier zum Sieg verholfen hätte“, sagte Schindler. Davon lässt sie sich jedoch nicht entmutigen „Für mich gibt es ganz klar ein neues Ziel: In London gewinnen! Meine Leistungen zeigen, dass ich mich international messen kann. Nun gilt es, aus den Erfahrungen zu lernen und mich voll auf London zu konzentrieren.“

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