Regensburg 22.02.2012, 17:25 Uhr

Schimmel im Haus macht Bewohner krank

Seit Wochen leidet Familie T. unter Kopfschmerzen und allgemeiner Übelkeit. Die Stadtbau verspricht Abhilfe


        So zum Beispiel sieht es im Schlafzimmer der Familie T. aus. Foto: privat

So zum Beispiel sieht es im Schlafzimmer der Familie T. aus. Foto: privat

von hans scherrer, mz

Regensburg. Die böse Überraschung kam schon sechs Tage, nachdem Familie T. ihre Drei-Zimmerwohnung in der Berliner Straße im Stadtnorden bezogen hatte. In allen drei Zimmern brach der Schimmel durch die frisch aufgebrachte Tünche aus den Wänden. In der Wohnung könne man die „Feuchtigkeit und andere unangenehme Gerüche“ förmlich riechen, sagt Familienvater Michael T. und fügt hinzu: „Seither leiden wir unter solchen Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Husten und allgemein schlechtem Gesundheitszustand.“ Sogar Ärzte hätten die Beschwerden bestätigt und Atteste ausgestellt.

Dabei hatte sich Familie T. riesig gefreut, als die Stadtbau GmbH ihr zum 1. Januar 2012 die Wohnung zugewiesen hatte. „Fast zwei Jahre lang haben wir darauf gewartet“, so Michael T., dessen Auffassung nach die Wohnung nicht mehr bewohnbar ist. Alle drei Räume mit Außenwänden – Wohnzimmer, Schlafzimmer und Abstellraum – seien von Schimmel befallen. Zum Beweis legt er mehrere Fotos vor, die das Schadensausmaß zeigen.

Enttäuscht zeigt sich Familienvater T. über die Vermieterin des Gebäudes. „Auf unsere Beschwerde hin haben wir von der Stadtbau GmbH nur ein Trocknungsgerät erhalten, das die Luftfeuchtigkeit in den Wänden reduzieren soll. Dadurch aber werden die verschimmelten Wände nicht trocken und auch die Schimmelflecken verschwinden nicht.“

„Wir versuchen natürlich, der Familie eine Ersatzwohnung anzubieten“, sagt Klaus Nickelkoppe, zweiter Geschäftsführer der Stadtbau GmbH. Dies könne jedoch noch eine Woche dauern, weil die infrage kommende Wohnung noch saniert werden müsse. Verwunderlich sei allerdings, dass die Mängel an der derzeitigen Wohnung erst nach dem 1. Januar aufgetreten sind. „Da kann man ein Mieterverschulden nicht ganz ausschließen.“ Schließlich sei die Wohnung bei der Übergabe in einem einwandfreien Zustand gewesen, da sie zuvor von einer Fachfirma saniert bzw. ausgemalt worden sei.

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