Amberg - Nachrichten 22.02.2012, 18:09 Uhr

Udes Geist beflügelt die Genossen in Vilshofen

Beim politischen Aschermittwoch der SPD holte Landtagsabgeordnete Margit Wild die große Politik aus Berlin und München in den „Ochsenwirt“.


        MdL Margit Wild beim Politischen Aschermittwoch in Vilshofen

MdL Margit Wild beim Politischen Aschermittwoch in Vilshofen

Vilshofen . Natürlich Gauck, natürlich Länderfinanzausgleich, Bildungspolitik, Staatsschulden, weiß-blaues Missregieren und – natürlich – Christian Ude! Neues Selbstwertgefühl, Stolz und sozialdemokratische Geschlossenheit, Aufbruchstimmung: Das ist die Mischung, aus der Inhalte der Aschermittwochrede gestrickt sind. Und Steilvorlagen gab’s ja genug in den letzten Wochen und Monaten, die Regensburger Landtagsabgeordnete Margit Wild brauchte sie nur annehmen und verwerten. „Gib’s ihnen, sag’s ihnen gescheit“ rief einer aus dem „roten Auditorium“.

Margit Wild aus Sulzbach und bekennende Oberpfälzerin („Wir Oberpfälzer sind selbstbewusst und fleißig“) ließ sich auch nicht zweimal bitten: Clever, gewandt, mit zuweilen derbem bayerischen Einschlag, ritt sie verbale Attacken, da gab es Schelte für den politischen Gegner – aber immer im Rahmen. Die Sozialdemokraten als Hüter der Sozialpolitik, der sozialen Gerechtigkeit und – ab 2013 als Regierungspartei? Angst hätten die Christsozialen; es sei deutlich zu erkennen „wie die sich derzeit deppert darstellen“ im Bemühen, Udes Gewinnaussichten zu schmälern. Die Chance sei zum Greifen nah gegen eine waidwunde CSU, Ude habe alle Chancen, SPD- Ministerpräsident zu werden – erstmals seit 55 Jahren.

Noch dazu, wo die „FDP fast vollständig von der Bildfläche verschwunden ist“, wie es hieß. „So nah dran waren wir noch nie, Regierungsverantwortung übernehmen zu können – denen geht die Düse“, sagte Margit Wild. Das ging runter wie eine frisch gezapfte Maß Bier bei den Genossinnen und Genossen beim „Ochsenwirt“ in Vilshofen. Dort gibt es seit nunmehr 32 Jahren rhetorische Scharmützel, dort ist ebenso lang das Musikanten-Duo Rieger-Pohl. Und so war es auch heuer wieder.

Reden zu Aschermittwoch haben ihre eigenen Grundsätze, da spielt die hohe Diplomatie keine Rolle, hemdsärmlig geht’s zu, im „besten Frack“ zeigte sich lediglich Ortsvorsitzender Georg Söldner, dem die Begrüßung der dirndlbewehrten MdL Margit Wild oblag. Landtagskollege Reinhold Strobl war dabei, die Bürgermeister Gaßner und Flierl aus Kümmersbruck, Geburtstagskind und Unterbezirksvorsitzender Christian Beyer, nebst vielen Vertretern der Ortsvereine.

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 
Donnerstag 24. Mai 2012
Online Spezial: Haus modernisieren
Haubensak Logo

Wetter

Wolke
27°12°

» Lokalwetter