Kolumne: Wir rufen Günther Koch 22.02.2012, 17:41 Uhr

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Nordwind bläst. Und Südwind weht. Und es schneit. Und taut. Und schneit. Und indes die Zeit vergeht, bleibt ja doch nur eins: die Zeit. – Erich Kästner – heute vor 113 Jahren geboren – lässt in diesem Zitat grüßen. Für den FC Bayern bleibt nicht mehr viel Zeit, um verloren gegangenen Boden wieder gut zu machen. All das hab ich vor dem 1.Spieltag im August und abermals vor einigen Wochen in einer norddeutschen Zeitung vorhergesagt.

An dieser Stelle hab ich’s mich nicht getraut. Verwundern darf es aber keinen. Sieben hervorragende Einzelkönner, die sich aber untereinander nicht grün sind und daneben vier eher durchschnittlich gute Füllkandidaten, die keinen höheren Ansprüchen genügen, aber von ihren Namen und der Reputation ihres Arbeitgebers profitieren – das reicht nicht. So unterhaltsam und mitreißend wie der FC Bayern derzeit agiert, spielt der Ausbildungsverein SC Freiburg schon lange.

Doch Schadenfreude oder gar Häme sind völlig unangebracht. Die Verantwortlichen für die Kaderzusammenstellung haben Fehler gemacht, die schleunigst korri- giert werden müssen. Immerhin arbeitet man daran und ich halte meine bayerischen Daumen.

Natürlich auch für die Löwen, die ja vielleicht doch noch kommen und nach wie vor für die Fürther und die äußerst tapferen Augsburger. Das wird eine Gaudi werden am Samstag in der Augsburger SGL-Arena! Kann gut sein, dass schon da dem alten Nimmersatt Otto Rehagel Hören und Sehen vergehen wird. Wolfsburg und Gladbach haben dort verloren.

Und unser Nürnberger Club kann von Glück und Geschick reden, einen Punkt mitgenommen zu haben. Klasse, wie er neulich gegen den 1.FC Karneval aus Köln kurz vor Schluss dank eines von mir noch nie gesehenen zweifachen Kopfball-Aufsetzers drei Punkte ergatterte. Dem jungen Tomas Pekhart und dem bald 112 Jahre alten Club ist es mehr als zu gönnen.

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